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Hospiz macht Schule

Spruch von Marie Curie
Hospiz macht Schule hat es sich zum Ziel gesetzt, durch eine Woche Projektunterricht an Grundschulen gerade Kinder mit dem Thema "Tod und Sterben" nicht allein zu lassen. Im geschützten Rahmen sollen sie vielmehr die Möglichkeit bekommen, alle Fragen, die sie zum Thema Abschiednehmen - Lebensende bewegen, zu stellen und so gut wie möglich beantwortet zu bekommen.
Die dritte und vierte Klasse der Grundschule Oldenburg-Land in Göhl beteiligte sich an dieser vom Bundesfamilienministerium geförderten und 2008 mit dem Pulsuspreis ausgezeichneten Aktion im Rahmen ihrer Projektwoche vom 02.05. - 06.05.2011.
Mit seiner Arbeit will der Hospizdienst Berührungsängste abbauen. "Wenn wir Menschen und deren Angehörige beim Sterben begleiten, erleben wir oft, dass Eltern versuchen, ihre Kinder vor diesem Thema zu schützen", sagen Mitarbeiterinnen. Erwachsene seien meist hilflos, wenn sie die direkten Fragen der Kinder beantworten sollen. Häufig blieben die Kinder mit ungeklärten Fragen und quälender Ungewissheit zurück. Aus dieser Situation resultierten Verwirrung, Angst und Vorurteile.
Ehrenamtliche Hospizhelferinnen aus den Ortsgruppen Oldenburg, Fehmarn und Neustadt organisierten dieses Projekt an unserer Schule und führten es gekonnt mit viel Einfühlungsvermögen durch. Sie gaben den Kindern in einem geschützten Rahmen die Möglichkeit, Fragen zu stellen und diese so gut wie möglich beantwortet zu bekommen. Die beteiligten Lehrerinnen der Klassenstufen begleiteten diese Woche.
Zielintention war die Vermittlung, dass Leben und Sterben eng miteinander verbunden sind. Es ging darum, den Kindern ihre Ängste vor Krankheit, Leid, Tod und Sterben zu nehmen, Gefühle zu zeigen und Handlungsstrategien für den Umgang mit dem Thema zu erwerben.

Die Tage der Projektwoche waren in folgende Themenschwerpunkte gegliedert:

  • 1. Tag: Werden und Vergehen - Wandlungserfahrungen
  • 2. Tag: Krankheit und Leid
  • 3. Tag: Sterben und Tod
  • 4. Tag: Vom Traurig-Sein
  • 5. Tag: Trost und Trösten
 

Lesen Sie nun die Schülerberichte über die fünf ereignisreichen Tage:

1. Tag: Werden und Vergehen - Wandlungserfahrungen
von Anna-Johanna, Jana, Rene, Nicole, Luca und Vanessa B.
Am ersten Tag lernten wir ein Lied, das wir zur Begrüßung und zum Abschied eines Tages immer sangen. Dann wurde und die Geschichte eines Schmetterlings vorgelesen. In dieser Geschichte ging es um die Entwicklung vom Ei zur Raupe, dann zur Puppe und zum Schmetterling.
Nr. 6720
Gruppenarbeit mit Birgitt
Weiße - graue Wolke
Was ist schön - was ist schlecht?
Danach haben wir uns in Kleingruppenaufgeteilt und holten unsere Babyfotos, die wir mitgebracht hatten. Diese sollten wir auf ein Plakat kleben. Als wir damit fertig waren, gingen wir in die 3. Klasse und stellten die Fotos vor. Dort erhielten wir zwei Wolken, eine weiße und eine graue. Auf die graue Wolke schrieben wir Sachen, die wir nicht mögen und auf die weiße, was wir gern haben. Dann gingen wir wieder in unsere Klasse zurück und stellten dort unsere Wolken vor. Nach dem Schlusslied, das wir bereits zu Beginn des Tages sangen, gingen wir nach Hause.
Nr. 6721
Nr. 6719
Die weißen und grauen Wolken,
die wir bemalen und beschriften
Einstiegs- und Abschlussritual mit dem Lied
"Der Himmel geht über allen auf"
2. Tag: Krankheit und Leid
von Cynthia, Johanna, Lena, Lukas, Bennet und Jonathan
Am Dienstag hieß unser Thema: "Krankheit und Leid". Zunächst sprachen wir in der 3. Klasse allgemein über Krankheiten, die einige von uns schon mal bekommen hatten. Am häufigsten wurden Husten, Erkältung und Fieber genannt.
Danach gingen wir in unsere einzelnen Gruppen und haben Krankheiten pantomimisch dargestellt. Johanna, Cynthia und Lena spielten einen Herzinfarkt nach, eine Gehirnerschütterung führten Jonathan, Bennet und Lukas vor. Es war auch ein Kinderarzt anwesend, für den wir Fragen aufschrieben. Als wir dem Arzt unsere Fragen gestellt hatten, konnte er uns leider nicht alle Fragen beantworten. Wir fanden heraus, dass er schon in Rente war.
Als der Kinderarzt sich verabschiedet hatte, stellten wir in den einzelnen Gruppen Plakate her und schrieben dort auf, was uns gut tut, wenn wir krank sind: Wir brauchen dann viel Zuwendung und Streicheleinheiten. Nach dem Schlusslied endete der 2. Tag der Projektwoche und wir gingen nach Hause.
Nr. 6722
Nr. 6723
Pantomime zu Krankheiten
"Was tut mir gut, wenn ich krank bin?"
3. Tag: Sterben und Tod
von Annabelle, Vincent, Jannes, Vanessa und Katja
Unser Thema am 3. Tag hieß "Sterben und Tod". Zuerst sangen wir unser Begrüßungslied. Danach überreichten wir Cedric Schrake einen Geburtstagskuchen und sangen ihm ein Ständchen.
Willi wills wissen
Dann wurde uns von einer der Hospizhelferin eine Geschichte vorgelesen: "Hat Opa einen Anzug an?"
Anschließend gingen wir in unsere kleinen Gruppen. Dort malten wir Bilder zum Thema "Wo bleibt unsere Seele nach dem Tod", so wie wir es uns vorstellten.
Im Anschluss daran guckten wir einen Film von "Willi will's wissen". Der hieß: "Wie ist das mit dem Tod?"
Zum Abschluss bekamen wir einen Bogen mit zwei Bildern und dem Titel "Julia bei den Lebenslichtern". Wir sangen noch unser Lied, dann konnten wir nach Hause gehen.
Julia bei den Lebenslichtern
 
4. Tag: Vom Traurig-Sein
von Cedric, Celina, Kevin, Vanessa T. und Marie
Wir, die den heutigen Tag beschreiben, sind die Mitglieder der "Grünen Gruppe" und erzählen euch nun etwas zum Thema "Vom Traurigsein".
Als Einstieg in den Tag sangen beide Klassen gemeinsam das Lied "Der Himmel geht über allen auf". Gestern hatten wir den Film von "Willi will's wissen" noch nicht zu Ende geguckt und so schauten wir uns heute den Schluss davon an.
Nr. 6724
Einpflanzen einer Bohne als Sinnbild für "Wachsen, Werden und Vergehen"
In kleinen Gruppen arbeiteten wir weiter und besprachen, was in dem Film alles passiert war. Marret, unsere Gruppenleiterin, zeigte uns anschließend die Rose von Jericho, eine Pflanze, die in der Wüste wächst. Wenn sie kein Wasser hat, rollt sie sich ein und ihre Blätter werden braun. Sobald die Pflanze wieder Wasser bekommt, entfaltet sie sich, die Blätter werden grün und die Blume fängt an zu blühen.
Im Anschluss daran zeigte Marret uns eine Schüssel mit Bohnensamen. Jeder durfte einen Samen herausnehmen und ihn später in einen Blumentopf mit Erde stecken. Außerdem schenkte Marret uns eine Bohnenpflanze, die bereits mehrere Blätter hatte. Wir pflanzten sie zu unseren Bohnenkernen und gaben etwas Wasser dazu. Wir sollten daraus lernen, dass immer neues Leben beginnen kann und dass man nach einer Trauerphase wieder fröhlich sein kann. Zuletzt durften wir den Topf mit Wachsmalstiften bunt bemalen
Nach dem Schlusslied gingen wir nach Hause.
5. Tag: Trost und Trösten
von Matty, Duke, Nele, Cedric und Laura
Am Anfang versammelten wir uns in der 3. Klasse und sangen unser Begrüßungslied. Dann schauten wir neugierig in eine Schatzkiste, die Lydia, unsere Gruppenbetreuerin, mitgebracht hatte. Darin lag der kleine Stoffhamster von Lydia. Wir erzählten von unseren Kuscheltieren und welche wir zu Hause haben.
Nun gingen wir in die Kleingruppen. Wir, die "Blaue Gruppe", kamen in der "Biberbande" zusammen. Zunächst erhielten wir einen Arbeitsbogen, wie man tröstet und getröstet wird. Zu diesem Thema schrieben wir dann einen Brief.
Danach gingen wir wieder in die 3. Klasse. Dort erhielten wir aus grünem Tonpapier ausgeschnittene Blätter, auf die wir schrieben, wie und wodurch man jemanden trösten kann. Wir kilebten die Blätter auf ein riesiges Bohnenplakat. Anschließend übten wir noch schnell den "Lastentanz. Dann war Pause.
Um 10:30 Uhr kamen unsere Eltern. Als die Pause zu Ende war, gingen wir wieder in die 3. Klasse und sahen den Film "Wie ist das mit dem Tod?" Danach gingen wir in die Pausenhalle und stellten unsere Themen vor.
Zum Abschluss unserer Präsentation führten wir unseren "Lastentanz" auf. Fünf Kinder begleiteten uns auf Trommeln. Als wir mit dem Tanz fertig waren, gingen wir in die 4. Klasse und stärkten uns am Buffet, welches unsere Eltern für uns alle aufgebaut hatten.
Wir zeigten unseren Eltern unsere selbst gepflanzten Bohnen, gingen dann nach draußen und sangen das Lied "Der Himmel geht über allen auf". Dann gingen wir mit unseren Eltern nach Hause.
Nr. 6725 Nr. 6726 Nr. 6727
Trommler begleiten den Tanz Der Lastentanz Präsentation unserer Arbeiten
 
 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
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© H.-J. Peters
 
 
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