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Nicht seit 40, nein bereits seit 52 Jahren, dreht sich bei Frau Gudd alles um die Schule.
Als jüngste von 3 Geschwistern wurde Frau Gudd 1950 in Heiligenhafen geboren. Mit 5¾ wurde sie in die Theodor-Storm-Volksschule in Heiligenhafen eingeschult - dort wo heute das Kaufhaus Stolz steht. In der Freizeit wurde mit Freundinnen viel Schule gespielt. Frau Gudd war immer die Lehrerin.
Nach bestandenem Eignungstest besuchte Frau Gudd das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Heiligenhafen. Die "alte Baracke", wie sie ihre Schule nannte, zog dann nach Oldenburg um. In den letzten Jahren des Gymnasiums schlug Frau Gudd den sprachlichen Lernzweig ein. Englisch, Französisch und Latein hatte sie als Schwerpunkte und auch das große Latinum erworben. Ihr Schuljahrgang war der erste, der das Abitur im neuen Oldenburger Gymnasium macht.
Von 1968 bis 1971 studierte Frau Gudd in Kiel an der PH.
Alle Unterrichtspraktika absolvierte sie aber an ihrer alten Schule in Heiligenhafen und zwar im Neubau in der Weidestraße.
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Zu diesem Zeitpunkt wurde auch auf dem Lande gerade Klassenunterricht eingeführt.
Als Lehrer hatte man 30 Pflicht-stunden und eine Klassengröße von 30-36 Schülern. Es gab noch Samstags Unterricht und als Junglehrerin verdiente man 900,- DM.

Im 2. Dienstjahr an der Heinrich-Eckmann-Schule änderte sich das Leben von Frau Gudd schlagartig. Sie lernte einen schneidigen jungen Lehrer kennen und lieben. Nach einem ½ Jahr war bereits Hochzeit und die Liebe ist bis heute geblieben.

Von 1971 bis 1974 arbeitete Frau Gudd in Rellingen an der Heinrich-Eckmann-Grund-und Hauptschule. In dieser Zeit war sie Klassenlehrerin einer 7. Klasse, hatte ein Doppelordinat einer 8. und 3. Klasse mit 36 Schülern.
Das 2. Staatsexamen legte Frau Gudd dann erfolgreich in den Fächern Deutsch und HSU ab.
Zu Hause fand viel Austausch über Schule statt. Neue Anregungen kamen durch die gemeinsamen Kinder. Man lernte nun, Schule auch von Seiten der Eltern zu betrachten. Den Kindern wurde klar gemacht, dass sie mit ihren jeweiligen Lehrern klarzukommen hatten und sich selber durchzubeißen sollten.
Dem Sohn war schnell klar: Schule ist gut, wenn sie vorbei ist! Er ist jetzt Dipl. Informatiker und in seinem Element. Die Tochter erbte hingegen die pädagogischen Gene. Sie wurde gerade in Stade als Referendarin vereidigt.
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Karin Gudds Stern am Himmel:
Ehemann Peter
All die Jahre im Schuldienst haben eines gezeigt: Pädagogik ist kein starres Element. Sie ändert sich mit der Gesellschaft. In 40 Dienstjahren durfte Frau Gudd viele verschiedene Richtungen - vom Gesamtunterricht zum wissenschaftlichen Heimat- und Sachkundeunterricht, Mengenlehre, jahrgangs- und fächerübergreifenden Unterricht miterleben und mitgestalten, so dass es ihr nie langweilig wurde zu unterrichten. Zudem brachten viele Fortbildungen neue Ideen und Anregungen für den Unterricht.
Seit 1980 - nun im 39 Jahr - unterrichtet Frau Gudd in der Grundschule Göhl. Man zog von Quickborn - wo sie zwischen-zeitlich an der Hauptschule arbeitete - nach Oldenburg. In Göhl hat Frau Gudd jetzt zum 8. Mal eine 1. Klasse.
Schule war nie so aufregend und anstrengend wie im Moment mit den vielen Neuerungen. Deshalb hat Frau Gudd für alle jungen Kollegen noch einen guten Tipp: Sorgt für einen Ausgleich zur Schule, z.B. durch Yoga, Walking oder ähnliches. Nur so kann jeder relaxed und voller Freude bis zum 67. Lebensjahr durchhalten!
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Frau Böhme entzündete noch schnell die Kerzen, bevor Frau Gudd ihr Glas erhob, um alle Anwesenden zu begrüßen
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Ein kurzes Gespräch mit den ehemaligen und liebgewonnenen Kolleginnen, bevor Frau Böhme ihre Rede hielt und die Urkunde überreichte
Schulleiterin Bettina Böhme, die auf der Feier am 30. Oktober 2008 die Grüße des Ministeriums und des Schulamtes überbrachte und die Urkunde für das 40-jährige Dienstjubiläum überreichte, bedankte sich in ihrer Laudatio "einmal ganz offiziell" für Frau Gudds Einsatz im Schulalltag und für die hohe Arbeitsmoral. Diese zeige sich auch durch die Teilnahme an zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen und pädagogischen Treffen aus eigenem Interesse. Außerdem käme sie an keinem Bücherladen vorbei, der Arbeitshefte und Bücher für Schüler und Lehrer hat.
"Der Spaß und die Freude, die du am Unterricht, an den Kindern, aber auch an Unterrichtsthemen - wie Wikinger, Dinosaurier etc. - hast ... diese Freude strahlt durch und begeistert Kinder! Dein Lachen und das Lachen der Kinder hallt manchmal von den Fluren wider und es macht Spaß, das zu hören. Du tust uns und mir sehr gut - einfach weil du lachst und Spaß hast!" beteuerte Frau Böhme.
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Alle waren Frau Gudds Einladung zur Feier gefolgt: Ehemalige Schüler und Kollegen, die jetzigen Kollegen und Mitarbeiter der Schule Göhl, Freunde und Sponsoren sowie Herr Ehlers von "Göhl aktuell" und Bürgermeister Thomas Bauer
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Viele Reden, Beiträge und Lobeshymnen prägten die Feier
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Ein plattdeutscher Sketch - vorgetragen von Frau Wilder und Frau Peters - diente der Erheiterung. Als ehemalige Kollegin skizzierte Frau Both den Werdegang von Frau Gudd an der Grundschule Göhl anhand von alten Klassenfotos.
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Förderschullehrer Hans-Joachim Hahn überbrachte seine Glückwünsche, Frank Brodehl, Förderschullehrer für hörgeschädigte Kinder, bedankte sich für die gute Zusammenarbeit, die ehemaligen Schüler Sina Bauer und Lennard Maß hielten ihre Ansprache auf Plattdeutsch und trugen noch einmal - wie zu Schulzeiten - das bei Frau Gudd gelernte Gedicht von Theodor Fontane "Herr Ribbeck auf Ribbeck im Havelland" vor.
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Mit der Eröffnung des von der Gemeinde organisierten Buffets durch Bürgermeister Bauer begann der gemütliche Teil der Veranstaltung.
Man fand noch viel Zeit zum Klönschnack über alte und neue Zeiten,
bis der harmonische Abend ausklang.
 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
Aktualisiert: 19.11.08
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© H.-J. Peters
 
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