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Artikel zum Zirkus-Projekt in den LÜBECKER NACHRICHTEN 1. März 2008
Zirkus-Projekt 25.02.08 - 28.02.08
Vorgeschichte & Zeltaufbau Schminken & Kostüme Abbau & Fazit
Zirkustraining - 1. Tag Premiere und Galavorstellung 1 Aufsätze zum Thema
Zirkustraining - 2. Tag Premiere und Galavorstellung 2 LN-Zeitungsartikel
Nach nur zwei Tagen Proben zeigten die Schüler bei ihren beiden Aufführungen beeindruckende Leistungen.
Von THOMAS KLATT        
R unter von der Schulbank, rein in die Manege. Immer mehr Schulen in Ostholstein lassen ihre Schüler an "Stramm ziehen", kam die Anweisung eines Zirkusmitarbeiters und fleißige Kinder-hände ließen mithilfe eines Seils und eines   "Es werden Stärken abgerufen, die nor-malerweise nicht gefragt sind, Geschick-lichkeit, Motorik und Beweglichkeit wer-
Projekttagen Zirkusluft schnuppern.
"Nö, wir haben kein Lampenfieber - aber die Ziegen." Ganz gelassen sehen die vier Mädchen ihrem Auftritt in der Manege entgegen. Zusammen mit rund 60 weiteren Schülern der Grundschule Göhl sind sie an diesem Abend die Hauptakteure im Zirkus Morelli.
Nur zwei Tage hatten die Schüler Zeit, ihre Jonglagenummer, Tier-dressuren oder Clowns-Szenen ein-zustudieren. Was die Schüler trotz dieser nur kurzen Einübungs- phase dann unter der Zirkuskuppel zeig- ten, versetzte Eltern, Geschwister und sonstige Zuschauer in Staunen.
Vorbereitet waren die Projekt-Zirkus- tage von langer Hand. So drehte sich be-
reits im Vorfeld der Schulalltag rund um das Thema Zirkus: Zirkuslieder im Musik-unterricht, Zirkusaufgaben in Mathe, Ein-trittskarten wurden gebastelt, Werbepla-kate für die beiden Aufführungen gemalt.
Endlich fuhren dann die herbeigesehn- ten Zirkuswagen auf dem Göhler Sport-platz vor. Und gleich hieß es tüchtig mit anpacken beim Aufbau des Zirkuszeltes.
  Flaschenzuges die Beleuchtungsanlage in Richtung Zirkuskuppel schweben.
In der Familie Maatz vom Zirkus Morelli hatte die Grundschule einen verläss lichen Partner gefunden. "Wir sind ein Familien- unternehmen mittlerweile in der siebenten Generation und arbeiten bereits seit 15 Jahren mit Schulen zusam men", so Gina Maatz. Während man in den wärmeren Mo- naten mit dem Zirkus "Charless" durch Deutschland toure, seien die Wintermonate mit einem kleinen Zelt den Schulprojekten vorbehalten.
"Natürlich melden sich alle Kinder, wenn es um die Verteilung der Aufführungen geht. Wir probieren dann erstmal aus und sehen auch sehr schnell, wenn ein Kind an seine Grenzen stößt oder für eine bestimmte Darstellung nicht geeignet ist", berichtet Gina Maatz. Bei einigen Kindern spiele auch die Scham eine Rolle, etwas falsch zu machen. Die müssen erst "auftauen". Maatz: "Wenn die erst einmal sehen, mit wie viel Spaß die anderen bei der Sache sind, sind sie auch ganz schnell mit dabei".
Die Schultage unter dem Zirkuszelt haben auch aus Lehrersicht pädagogischen Nutzen.

den trainiert, Selbstwertgefühl und Team-geist gestärkt", zeigte sich auch Grund-schullehrerin Kerstin Wilder begeistert. Wir gut das mit dem Teamwork klapp te zeigte sich dann bei der Premiere: Einem Mädchen hatte das Lampenfieber mächtig zugesetzt. Statt Spott und Häme gab es anfeuernden Beifall, Sprechchöre sowie tröstende Worte von den Teamkollegen.
Die "Zirkus-Manie" hat derweil auch andere Schulen angesteckt. Vorbild sind seit Jahren die Aktivitäten des Zirkus "Tortellini" der Waldorfschule in Len- sahn. Doch auch in der Grundschule Neu- kirchen wird zur Zeit auf ein Zirkusprojekt zum Ende April hingearbeitet.
Zurück in die Manege. Dort strahlt Lea von einem Ohr zum anderen und ist richtig stolz über ihren gelungenen Auftritt auf dem Pferd. Das kann sie und alle anderen Schüler der Grundschule nach den gezeigten Leistungen auch wirklich sein.

 
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