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unter
von der Schulbank, rein in die Manege. Immer mehr Schulen
in Ostholstein lassen ihre Schüler an |
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"Stramm
ziehen", kam die Anweisung eines Zirkusmitarbeiters
und fleißige Kinder-hände ließen mithilfe
eines Seils und eines |
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"Es
werden Stärken abgerufen, die nor-malerweise nicht
gefragt sind, Geschick-lichkeit, Motorik und Beweglichkeit
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Projekttagen Zirkusluft schnuppern.
"Nö,
wir haben kein Lampenfieber - aber die Ziegen." Ganz
gelassen sehen die vier Mädchen ihrem Auftritt in
der Manege entgegen. Zusammen mit rund 60 weiteren Schülern
der Grundschule Göhl sind sie an diesem Abend die
Hauptakteure im Zirkus Morelli.
Nur
zwei Tage hatten die Schüler Zeit, ihre Jonglagenummer,
Tier-dressuren oder Clowns-Szenen ein-zustudieren. Was
die Schüler trotz dieser nur kurzen Einübungs-
phase dann unter der Zirkuskuppel zeig- ten, versetzte
Eltern, Geschwister und sonstige Zuschauer in Staunen.
Vorbereitet
waren die Projekt-Zirkus- tage von langer Hand. So drehte
sich be-
reits im Vorfeld der Schulalltag rund um das Thema Zirkus:
Zirkuslieder im Musik-unterricht, Zirkusaufgaben in Mathe,
Ein-trittskarten wurden gebastelt, Werbepla-kate für
die beiden Aufführungen gemalt.
Endlich
fuhren dann die herbeigesehn- ten Zirkuswagen auf dem
Göhler Sport-platz vor. Und gleich hieß es
tüchtig mit anpacken beim Aufbau des Zirkuszeltes. |
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Flaschenzuges die Beleuchtungsanlage in Richtung Zirkuskuppel
schweben.
In
der Familie Maatz vom Zirkus Morelli hatte die Grundschule
einen verläss lichen Partner gefunden. "Wir
sind ein Familien- unternehmen mittlerweile in der siebenten
Generation und arbeiten bereits seit 15 Jahren mit Schulen
zusam men", so Gina Maatz. Während man in den
wärmeren Mo- naten mit dem Zirkus "Charless"
durch Deutschland toure, seien die Wintermonate mit einem
kleinen Zelt den Schulprojekten vorbehalten.
"Natürlich
melden sich alle Kinder, wenn es um die Verteilung der
Aufführungen geht. Wir probieren dann erstmal aus
und sehen auch sehr schnell, wenn ein Kind an seine Grenzen
stößt oder für eine bestimmte Darstellung
nicht geeignet ist", berichtet Gina Maatz. Bei einigen
Kindern spiele auch die Scham eine Rolle, etwas falsch
zu machen. Die müssen erst "auftauen".
Maatz: "Wenn die erst einmal sehen, mit wie viel
Spaß die anderen bei der Sache sind, sind sie auch
ganz schnell mit dabei".
Die
Schultage unter dem Zirkuszelt haben auch aus Lehrersicht
pädagogischen Nutzen. |
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den trainiert, Selbstwertgefühl und Team-geist
gestärkt", zeigte sich auch Grund-schullehrerin
Kerstin Wilder begeistert. Wir gut das mit dem Teamwork
klapp te zeigte sich dann bei der Premiere: Einem Mädchen
hatte das Lampenfieber mächtig zugesetzt. Statt
Spott und Häme gab es anfeuernden Beifall, Sprechchöre
sowie tröstende Worte von den Teamkollegen.
Die "Zirkus-Manie" hat derweil auch andere
Schulen angesteckt. Vorbild sind seit Jahren die Aktivitäten
des Zirkus "Tortellini" der Waldorfschule
in Len- sahn. Doch auch in der Grundschule Neu- kirchen
wird zur Zeit auf ein Zirkusprojekt zum Ende April hingearbeitet.
Zurück
in die Manege. Dort strahlt Lea von einem Ohr zum anderen
und ist richtig stolz über ihren gelungenen Auftritt
auf dem Pferd. Das kann sie und alle anderen Schüler
der Grundschule nach den gezeigten Leistungen auch wirklich
sein.
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