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Am 18. Januar 2006 erwartete die Schüler der 1. und 2. Klasse eine Überraschung:
Sie fuhren zum Schattentheater nach Rellin.
Bis auch die 2. Klasse da war, spielte Klasse 1 noch im Schnee auf dem Hof der Familie Kleine. Als alle anwesend waren, wurden wir in einen abgedunkelten Raum geführt. Vor einem Vorhang saßen eine Frau mit einer Zitter und eine mit einem Buch in der Hand. Alle hatten einen Platz gefunden, und hinter dem Vorhang ging das Licht an.
Nun war ein weißes Rechteck zu sehen. Die Zitter spielte und die Frau mit dem Buch begann, das Märchen von Brüderchen und Schwesterchen vorzulesen. Hinter dem Rechteck tauchten bunte Schattenfiguren auf und bewegten sich. Im Raum war es mucksmäuschenstill und alle folgten gespannt dem Märchen der Brüder Grimm.
Nach 40 Minuten erntete die Theatergruppe großen Applaus für ihre gelungene Vorstellung.
Gut gelaunt fuhren wir wieder in die Schule.
Sie sehen auf dieser Seite Fotos vor der Veranstaltung. Während der Aufführung konnten wir leider nicht fotografieren.
 
Fotos
Sie können diese kleinen Fotos durch Anklicken vergrößern.
Alle hier gezeigten Aufnahmen schicken wir Ihnen gern per E-Mail oder als Fotoabzug (gegen Kostenerstattung) zu. Wenn Sie die Mouse auf eines der Fotos stellen (nicht anklicken!) erscheint eine Nummer, die Sie dann in das Bestellformular eintragen.
Fotos und ©: B. Peters, 23747 Dahme
Bildquelle: http://www.cityinfonetz.de
 
Türkische Schattenspielfiguren
Abbildung in: Hans-Leo Bobber/Marie-Louise Hirschberger/ Ralph Kersten. Türkisches Schattentheater. Karagöz. Eine Handreichung für lustvolles Lernen, Frankfurt 1983, S. 53.
10 Bogen mit Motiven aus 5 verschiedenen Märchen: Die Bremer Stadtmusikanten, Rotkäppchen, Von dem Fischer und seiner Frau, Hänsel und Gretel, Der Hase und der Igel. Schwarze Figuren zum Ausschneiden und Zusammenbauen, mit 10 Holzstäben, 10 Drähten und Musterklammern. Mit genauer Anleitung.
Bei http://www.labbe.de können Scherenschnittbögen mit Figuren aus 5 Märchen zum Ausschneiden und Zusammenbauen bestellt werden. Genaue Anleitung liegt bei.
Texte dazu können ausgedruckt werden.
Und so wird's gemacht:
Die Bühne besteht aus einem Bettlaken oder einem Stück dünnen Stoff. (Nicht in der Packung enthalten) Alle Figuren werden klassisch hinter dem Tuch gespielt. Eine starke Lampe wirft von hinten den Schatten auf das Laken.
Bauanleitung für ein Schattentheater
Die schwarzen, zum Teil beweglichen Figuren und Motive werden ausgeschnitten und zusammengebaut. In der Packung sind 10 Holzstäbe, 10 Drähte und 80 Musterklammern enthalten.
Holzstäbe, Drähte und Musterklammern sind auswechselbar und werden bei jedem Märchen wieder benutzt.
 
Nr. 1047
Nr. 1048
Auf der kurzen Fahrt ins Schattentheater wurde viel gelacht und gesungen
Nr. 1049
Nr. 1050
Lea schaut hier zu Melissa
Ankunft in Rellin
Nr. 1051
Nr. 1052
Bis zum Eintreffen der Klasse 2 bauten wir kleine Schneetiere
GESCHICHTE DES SCHATTENTHEATERS
Die Geschichte des Figurenschattentheaters ist so alt wie die Geschichte des Theaters selbst. Wahrscheinlich ist es die älteste Theaterform überhaupt.
Seine Wurzeln liegen im Dunkeln, als Ursprung wird aber meist Indien und Indonesien angenommen. Es wächst und lebt wie auch das „große“Theater aus den religiösen Riten – dies gilt besonders für das Javanische Schattenspiel, das auch heute noch Szenen aus den heiligen Büchern der Hindus, dem Ramajana und dem Mahabharata, erzählt. Auch Chinesische Legenden beschreiben die Erfindung des Schattentheaters, dort hat es aber seinen religiösen Hintergrund schon lange verloren und dient nur mehr einfach der Unterhaltung des Publikums.
Die Kunst mit den Schatten zu spielen wirkte ansteckend: Aus Indien, über Persien kam diese Spielform nach Ägypten, die Türkei, nach Griechenland und Italien. Noch heute entzücken türkische Karagöz-Figuren und sein griechisches Pendant, Karagioz, mit ihren kritisch-humorvollen Spielen Alt und Jung.
Holländische Seefahrer wiederum brachten Berichte darüber(und sicher auch Figuren) heim in die Niederlande und von hier wanderte das Schattenspiel nach Frankreich und in den deutschen Raum. Zur Goethezeit erlebte es einen Höhepunkt. Da zu diesem Zeitpunkt in Europa das Silhouettenschneiden zu den beliebten Freizeitbeschäftigungen gehörte, wurden die europäischen Schattenfiguren aus schwarzem Papier oder Karton geschnitten – im Gegensatz zu den indonesischen und chinesischen Figuren, die aus durchscheinendem, ungegerbten Leder gearbeitet und eingefärbt sind. Aber gleich ob durchscheinend farbig oder einfach schwarz – die wandelbaren, geheimnisvollen Schatten verzaubern ihr Publikum.
Da es im europäischen Raum keine Tradition für die Inhalte der Schattentheaterstücke gibt, wurde das Medium sowohl für Unterhaltung als auch zur Volksbildung genutzt. Es gab z.B. vorgefertigte Ausschneidebögen mit den Tieren der Arche Noah, in denen man gerne einen Vorläufer der Universum-Tierfilme im Fernsehen erkennen möchte. Heilpädagogik und Psychiatrie versuchen die magische Wirkung der Schatten in ihren Dienst zu nehmen.
Aber alles in allem ist heute der Bekanntheitsgrad des Schattentheaters gering. Film, Video und Fernsehen stammen zwar eindeutig aus dieser alten Wurzel, haben sich aber eigenständig und mächtig weiterentwickelt.
Nr. 1057
Die Spannung steigt. Gleich geht's los!
Nr. 1053
Der Eingang zum Theater ...
Nr. 1054
... war ein Erlebnis für sich:
Nr. 1055
Durch die Terrassentür ...
Nr. 1056
... kamen wir ins Haus.
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
Aktualisiert: 05.08.06
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© H.-J. Peters
 
 
Bildquelle:
http://www.labbe.de