| |
 |
|
|
| |
|
|
 |
| |
|
| |
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
Die
Sage berichtet, daß in uralter Zeit in der Siechenbucht vor
Travemünde der schreckliche Wassermann "Roggenbuk",
der mit dem "grasgrönen Hoor" hauste. "Roggenbuk"
spielte auf einer Harfe aus Menschenknochen, die jeden Zuhörer
in den Bann zog. Berauscht von den Melodien hielten die Menschen
inne und wurden von dem Ungeheuer in die Tiefe gezogen.
|
|
| |
 |
Bald
traute sich niemand mehr in die Nähe der Siechenbucht.
Die Gegend verödete, die Äcker bleiben brach liegen.
Kein Kaufmann wagte sich mehr dorthin. So litten die Menschen
dort bald argen Hunger. Aber auch dem Wassermann erging
es schlecht, bekam er doch keine Menschenknochen mehr. So
einigten sich die Dorfbewohner und das Meerungeheur auf
einen Kompromis. Der Wassermann ließ die Menschen
in Ruhe und bekam dafür jedes Jahr zu Mittsommer eine
Jungfrau geopfert.
|
|
|
| |
Viele
Jahre gings so weiter. Eines Tages kam ein fremder Ritter des Weges,
der versprach, den Lindwurm zu töten. Als Gegenleistung verlangte
er ein Haus für Siechende und Bedürftige. Und der Ritter
tötete den Wassermann mit einem leuchtenden Kreuzesbanner.
Die glücklichen Bewohner richteten das versprochene Siechhaus
ein.
|
|
| |
Der
tote Wassermann wurde im Meer versenkt, wo er zu Stein erstarrte.
Noch heute liegt der "Roggenbuk" dort draußen. Die
Sage berichtet, daß großes Unheil passieren wird, wenn
der "Roggenbuk" in die Siechenbucht zurücktreiben sollte. |
|
| |
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|