Rapsglanzkäfer
(Meligethes aeneus F.) |
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Der
1,5 - 2,5 mm lange und oval geformte Rapsglanzkäfer
ist schwarz mit grün bis bläulich glänzendem
Rücken. Die gelblich-weiße, schlanke
etwa 3,5 - 4 mm lange Larve mit spärlich beborstetem
Körper besitzt einen schwarzbraunen Kopf und
drei kurze, schwarzbraune Beinpaare. |
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Unterschiedlich
große Fresslöcher sind über den
ganzen Knospenstand verteilt. Kleinere Knospen werden
völlig vernichtet, größere zeigen
Bohrfraß. Der Käfer greift die Knospen
an, um an den Blütenstaub zu gelangen, der
ihm als Nahrung dient. Unregelmäßige
Blüten- bzw. Schotenstände mit leeren
Blüten- und Schotenstielen sind die Folge. |
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Bei
Bodentemperaturen von 10°C verlässt der
Rapsglanzkäfer sein Winterquartier und fliegt
bei Lufttemperaturen ab 15°C zu den Rapsfeldern
und besiedelt zunächst die Ränder. Bei
Sonnenschein und Wärme erfolgt die rasche Ausbreitung.
Zur Eiablage bohrt das Weibchen kräftig entwickelte
Knospen bevorzugt an und legt in der Nähe der
Staubgefäße die Eier ab. Die wenige Tage
später schlüpfenden Larven ernähren
sich ebenfalls von Blütenstaub, allerdings
ohne Schaden anzurichten. Sommerraps wird vom Rapsglanzkäfer
stärker geschädigt als Winterraps, da
Winterraps die entstandenen Schäden teilweise
ausgleichen kann. |
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Rapserdfloh
(Psylliodes chrysocephala L.) |
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Der
Rapserdfloh ist ein 3 - 4,5 mm großer , glänzender,
blauschwarzer, länglich-ovaler Käfer,
bei dem Individuen teilweise mit hellbraunen Flügeldecken
auftreten können. Bei Beunruhigung springt
der Käfer weit fort. Die bis zu 7 mm lange,
schmutzig-weiße Larve besitzt einen dunkelbraunen
Kopf und drei Beinpaare. |
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Durch
den Käfer werden in die Keimblätter und
die ersten Laubblätter des Winterrapses typische,
meist rundliche Löcher gefressen, bei denen
die obere und untere Blatthaut erhalten bleibt (Fensterfraß).
Bei sehr hohem Befall können die Blätter
siebartig durchlöchert sein. Der Hauptschaden
entsteht jedoch durch den Fraß der Larven.
Diese dringen in die Blattstiele der äußeren
Rapsblätter ein und fressen zunächst in
deren Inneren. Von dort wandern sie in die Pflanze
ein, gelangen in den Stängel und fressen sich
bis in den Vegetationspunkt vor. |
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Der
Käfer erscheint von Ende Juni bis Juli in den
reifenden Rapsfeldern und frisst an Schoten und
Stängeln. Danach begibt er sich zur Sommerruhe
an kühle, schattige und feuchte Plätze.
Anfang September besiedelt er dann die jungen Rapspflanzen.
10 - 15 Tage später beginnt das Weibchen mit
der Eiablage, 1 - 2 cm tief in den Boden in Pflanzennähe.
Im Frühjahr bohren sich die Larven in den Stängelgrund
der unteren Blätter ein und gelangen von dort
in das Innere der Pflanze. In für den Schädling
günstigen Jahren ist ein Teil der Larven bereits
im Herbst voll entwickelt! Diese begeben sich dann
noch vor dem Winter, die anderen normalerweise im
Mai/Juni, zur Verpuppung in den Boden. |
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Kohlschotenrüssler
(Ceutorhynchus assimilis Pay
k.) |
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Der
2,5 - 3 mm lange, durch die Behaarung grau erscheinende
Käfer, besitzt einen gedrungenen Körper
sowie einen rüsselförmig verlängerten,
nach innen gebogenen Kopf und schwarze Füße.
Die 4 - 5 mm lange, weißlich bis gelblich
gefärbte, beinlose, leicht nach innen gekrümmte
Larve hat eine braune Kopfkapsel. |
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Äußerlich
ist die Schädigung der Schote erst erkennbar,
wenn die Käferlarve sie durch ein rundes, etwa
1 mm großes Ausbohrloch verlassen hat. Im
Inneren der Schote hat die Larve zuvor 3 - 5 Samenkörner
an- oder bis auf die Samenschale ausgefressen. Die
geschädigte Schote bleibt geschlossen. Der
direkte Schaden des Kohlschotenrüsslers ist
allgemein gering, der indirekte als Wegbereiter
für die weit stärker auftretende Kohlschotenmücke
kann dagegen sehr groß sein. Außerdem
führt in die Schoten eindringendes Wasser zu
Auswuchs und Fäulnis. |
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Der
Käfer fliegt im Frühjahr ab 13°C schon
vor der Blüte den Winterraps an. Sein Hauptauftreten
setzt mit Beginn der Hauptblüte ein. Nach dem
Reifungsfraß legt das Weibchen in junge Schoten
meist nur 1 Ei ab. Nach 8 Tage schlüpft die
Larve und frisst an den wachsenden Samenkörnern.
Nach einer 4 - 5 Wochen dauernden Fraßzeit
verpuppt sie sich in Bodentiefe von 5 - 10 cm. |
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Kohlschotenmücke
(Dasineura brassicae Winn.) |
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Die
zarte 1,2 - 1,5 mm große Mücke besitzt
braunschwarze, oberseits weiß behaarte Brustabschnitte,
einen rötlichen Hinterleib mit braunen Querbinden,
lange Beine und Fühler. Die 0,5 - 1,5 mm lange,
zunächst glasige, dann weiße, später
gelblich-weiße Larve hat keine Kopfkapsel
und keine Füße. |
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Am
Haupttrieb und später an Seitentrieben werden
einzelne Schoten frühzeitig gelb. Außerdem
schwellen die Schoten an (Gallbildung), verkrümmen
sich häufig, schrumpfen und springen vorzeitig
auf, so dass die Körner herausfallen. |
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Die
Kohlschotenmücke wandert als Puppe im Frühjahr
aus dem Boden vorjähriger Rapsfelder an die
Oberfläche. Bei Bodentemperaturen von 12 -
15°C schlüpft die flugträge, windanfällige
Mücke und fliegt über nur kurze Strecken
das neue Winterrapsfeld an. Schwerpunktmäßig
erfolgt der Flug erst zur Vollblüte. Die Weibchen
legen ihre Eier an den Schotenansatz bei noch hängenden
Blütenblättern. Die Einstichstellen des
Kohlschotenrüsslers sind optimale Wegbereiter
für die Eiablage. Die Larve saugt an den Innenwänden
der Schote, scheidet Gift aus, das zum Anschwellen,
vorzeitigem Vergilben und Platzen der Schote führt. |
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Rapsstängelrüssler
(Psylliodes chrysocephala L.) |
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Der
3,2 - 4 mm lange, im Grundton schwarze Rüsselkäfer
erscheint durch die schuppige Behaarung als gräulich
gefärbt. Der Kopf ist in einen dünnen,
nach unten gebogenen Rüssel verlängert,
die Füße sind schwarz. Die beinlose,
nach innen gekrümmte gelblich-weiße Larve
ist mit anfangs dunkelbrauner und im Endstadium
gelblich-brauner Kopfkapsel etwa 7 mm lang. |
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Der
Käfer selbst ist auf der Rapspflanze selten
zu sehen, da er sich bei geringster Störung
fallen lässt und sich tot stellt. Die ersten
Symptome des Befalls sind 1 mm große, zunächst
schleimige, später weißlich umrandete
Einstichstellen am Stängel, häufig unterhalb
der Triebspitze anzutreffen. Beim Längenwachstum
des Haupttriebes strecken sich die Verletzungsstellen,
bilden dünne Rinnen, Verdickungen und Krümmungen,
vor allem am unteren Stängelteil. Dort platzen
die Stängel nach Frösten oder reichlich
Niederschlägen und rollen sich blattartig auf.
Wasser dringt ein und Fäulnis entsteht. |
| Zeitliches Auftreten: |
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Larven
und Schadbild
des Rapsstängelrüsslers |
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Der
Käfer überwintert in der Erde vorjähriger
Rapsfelder. Im Frühjahr ist bei einer Tagestemperatur
ab 10°C mit dem Einflug des Käfers auf
die Felder zu rechnen. Das Weibchen beginnt nach
2 Wochen Reifungsfraß vorzugsweise unterhalb
der Triebspitze mit der Eiablage. Die Folge sind
gallenartige Missbildungen, wobei an diesen Stellen
der Haupttrieb nach etwa 2 Wochen leicht, später
stark gekrümmt ist. Die Larven ernähren
sich bis zur Reife des Rapses im Stängelmark
. Noch während des Sommers verlassen sie den
Rapsstängel, um sich im Boden zu verpuppen. |
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Schnecken
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Wegschnecken
z.
B. Gartenwegschnecke
(Arion
hortensis) |
Egelschnecken
z.
B. Graue Ackerschnecke
(Deroceras
agreste) |
Kielnacktschnecken
z.
B. Boden-Kielnacktschnecke
(Milax
budapestensis) |
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| Wegschnecken:
Körperlänge 2,5 - 4 cm, Oberseite
dunkelbraun bis schwarz, Unterseite blassgelb
oder orange. Bei Berührung ziehen sich
die Tiere halbkugelig zusammen. |
| Egelschnecken:
Körperlänge 4 - 6 cm, gelblich-weiß
oder grau bis rötlich-braun. Sohle hellgrau,
kalkweiße Schleimabsonderung. |
| Kielnacktschnecken:
Körperlänge 5 cm, braungrau bis
fast schwarz mit rotgelbem Kielstreifen. |
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Der
Befall ist an silbrig glänzenden Schleimspuren,
Blattrand- oder Radikalfraß an allen grünen
Pflanzenteilen sowie an vom Keim her angefressenen
Saatkörnern zu erkennen. Die Symptome am Blatt
können sehr leicht mit dem Fraß von Rapserdflöhen
verwechselt werden. Der größte Schaden,
den die gefräßigen Tiere anrichten, ist
ein deutlich verminderter Auflauf. Die Schnecken
vernichten die im Boden liegenden Körner oder
zerstören den Sprosskeim. Bei starkem Fraß
müssen ganze Flächen neu bestellt werden. |
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In
der Regel treten die verschiedenen Arten 2 mal im
Jahr - April/Mai u. August bis Oktober - auf und
richten gerade im Herbst in den jungen Rapsbeständen
starke Schäden an. |