Logo
Anschrift
 
 
Raps
Raps-Steckbrief
Rapsschädlinge
Rapskrankheiten
Verwendung von Raps
Kochrezepte: Rapsöl in der Küche
Raps ist eine relativ junge Kulturpflanze. Wahrscheinlich ist er aus einer Kreuzung zwischen dem Wilden Gemüsekohl (Brassica oleracea) und Rübsen (Brassica rapa) im Mittelmeerraum, dem Kontaktgebiet beider Ausgangssippen, hervorgegangen. Mit Sicherheit belegt ist die Rapskultur erst im 16. und 17. Jahrhundert.
Raps ist eine einjährige Krautpflanze, die in der Familie der Kreuzblütler zur selben Gattung gehört wie Wasserrübe und Kohl. Die Kohlrübe ist eine Kuturform des Raps. Im Mai und Juni erfreuen uns die gelben Rapsfelder überall in Ostholstein. Raps wird aber auch in anderen Gebieten Deutschlands, Nord- und Westeuropas, in Teilen Asiens (hauptsächlich China und Indien) und in Kanada angebaut. Gelegentlich tritt die Pflanze auch als Unkraut auf.
Neben Winter- und Sommerraps werden Sorten für die Ölgewinnung von blattreichen Futterrapssorten unterschieden. In Deutschland befinden sich derzeit fast ausschließlich Sorten im Anbau, die frei von Erucasäure und arm an Glucosinolaten sind.
Gerade beim Raps werden immer neue Zuchtziele angestrebt. Diese beziehen sich auf Winterhärte, Vegetationsdauer, Wuchsform, Standfestigkeit, Platzfestigkeit der Schoten, Kornertrag sowie Ölgehalt und Ölzusammensetzung. Für die Speiseölgewinnung werden ein hoher Anteil an Öl- und Linolsäure ohne bitter schmeckende Erucasäure angestrebt. In früheren Jahren wurde Rapsöl wegen des Bittergeschmacks im Küchenbereich nicht eingesetzt. Zur Stärkung der heimischen Agrarwirtschaft gab es damals allerdings die Verordnung, bei der Margarineherstellung mindestens 10% Rapsöl zu verwenden. Die heutigen Zuchterfolge haben nun dafür gesorgt, dass sich Rapsöl zu einem beliebten und überaus gesundem Speiseöl entwickeln konnte.
Um die Verfütterung von eiweißreichen Pressrückständen zu ermöglichen, muss der Raps arm an Glucosinolaten sein. Für bestimmte technische Zwecke (z.B. Tensidherstellung) erscheinen Sorten mit erhöhtem Gehalt an kurz- und mittelkettigen Fettsäuren interessant.
Steckbrief
Botanischer Name: Brassica Napus L. spp. oleifera Metzg.
Botanik: Familie: Kreuzblütler, Gattung: Kohlgewächse
Wurzel: tiefgehende Pfahlwurzel mit Seitenwurzeln
Stängel: 120 bis über 200 cm hoch mit Nebentrieben
Blütenstand: lange, lockere Traube, die von unten nach oben abblüht
Frucht: 5 bis 10 cm lange Schote
Samen: kugelig braunschwarz bis schwarzbraun
Vorkommen: Winterraps: vorwiegend in maritimen Lagen West-, Mittel- und Osteuropas
Sommerraps: in Kanada, China, Indien, Europa
Wachstum: Winterraps: Aussaat zweite u. dritte Augustdekade
Ernte: Juli/August des Folgejahres
Sommerraps: Aussaat so früh wie möglich (März)
Ernte: August
Standort: Winterraps: maritime, luftfeuchte Lagen; wegen der begrenzten Frosthärte ist Winterraps nur bedingt für kontinentales Klima geeignet
Sommerraps: kontinental beeinflusste Klimazonen
Boden: Winterraps: tiefgründiger, nährstoffreicher Boden
Sommerraps: hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit anspruchsloser als Winterraps; ausreichende Wasserversorgung erforderlich
Inhaltsstoffe: Winterraps: Rohfett im Samen 40-45% Rohprotein im Samen 20-25% In den so genannten Doppelnullsorten (00-Raps) sind die unerwünschten Inhaltsstoffe Erucasäure und Glucosinolate auf züchterischem Wege entfernt worden.
Sommerraps: Rohfett im Samen 38-42% Rohprotein im Samen 20-25%
Ertragsleistung: Winterraps: 15-45 Doppelzentner/ha
Sommerraps: 10-25 Doppelzentner/ha
Wegen des wesentlich höheren Ertrags wird in unser Gegend fast ausschließlich Winterraps angebaut. Weltweit hat aber der Sommerraps hinsichtlich der Anbaufläche eine weitaus größere Bedeutung als der Winterraps.
Nutzbare Pflanzenteile: Samen
Verwendung:
  • biologisch abbaubare Öle und Schmierstoffe (z.B. Kettensägeöl, Weichenschmieröl, Hydrauliköl)
  • Treibstoffe in Form von Rapsmethylester, naturbelassenem Rapsöl
  • mit Zusätzen in der chemischen Industrie, z.B. Weichmacher, Lacke, Farben
  • als Trägerstoff in der Kosmetikindustrie
  • Tierernährung (wertvolles Futtermittel)
  • Speiseöl- und Margarineproduktion
 
 
Infos zum Thema Raps entstammen den Websites von:
www.dsv-saaten.de
www.agrana-postau.de
www.rapskissen.com
www.pioneer.com/austria/agro/kosmetik.htm
www.uni-hohenheim.de

Raps
 
Raps-Steckbrief
Rapsschädlinge
Rapskrankheiten
Verwendung von Raps
Kochrezepte: Rapsöl in der Küche
 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
Aktualisiert: 31.08.05
Optimiert für: IE 6.0

Auflösung: 1024x768

© H.-J. Peters
 
Suche im Internet nach