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Wildkräuter, die im April und Mai blühen
10 Tipps zum Sammeln von Wildpflanzen
Gruppen von Blütenpflanzen mit vielen giftigen Vertretern
Verwendung von Frühlings-Wildkräutern und -gemüsen
Essbare Frühlings-Wildkräuter
Frühlingskräuter in der Küche: Leckere Rezepte!
Bärlauch
Hinweis:
Kräuter und Pflanzen enthalten ätherische Öle. Bevor Sie die Kochrezepte ausprobieren, sollten Sie eine kleine Menge davon auf Unverträglichkeit oder allergische Reaktionen testen. Weder Schule noch Webmaster oder Autor können für die Unverträglichkeit bestimmter Rezepte, Empfehlungen und Anleitungen verantwortlich gemacht werden.
Die Verwendung von hier genannten Kräutern und Pflanzen geschieht ausschließlich auf eigene Gefahr des Lesers.
Waschen Sie außerdem alle gesammelten Kräuter und Pflanzen gründlich!
Die ersten konzentrierten Vitamine im Frühjahr liefern uns viele weitverbreitete Wildkräuter. Sie wirken inspirierend auf unser Wohlbefinden und sorgen für anregende Gaumenfreuden.
Gehen Sie einmal selbst auf Frühlingskräuterwanderung, sammeln Sie junge zarte Blätter und Triebspitzen von Scharbockskraut, Löwenzahn, Giersch, Brennnessel, Taubnessel, Schafgarbe, Wiesenschaumkraut, Wegerich, Gänseblümchen, Gänsefingerkraut, Vogelmiere, Sauerampfer, Minze, Hopfen etc.. Wir sagen Ihnen, wie Sie diese Kräuter in der Küche verwenden können und verraten Ihnen viele leckere Rezepte.
Doch bevor Sie in die Natur hinausgehen, sollten Sie 10 Tipps zum Sammeln von Wildkräutern kennenlernen und beherzigen:
  1. Pflücken Sie nur Pflanzen, die Sie sicher kennen!
  2. Vermeiden Sie das Sammeln an Stellen mit hoher Verschmutzung oder Umweltbelastung und pflücken
    Sie nur saubere, gesunde Pflanzen!
  3. Überlegen Sie vor der Ernte, was sie mit den Pflanzen machen möchten und wie viel Sie davon brauchen!
  4. Sammeln Sie nur soviel, wie sie wirklich brauchen.
    Lassen Sie die gesammelten Pflanzen nicht im
    Kühlschrank verderben!
  5. Sammeln Sie keine seltenen Arten, Wurzeln und
    Samen in großen Mengen, da Sie dadurch den Bestand gefährden könnten!
  6. Pflücken Sie nur jene Pflanzenteile, die Sie verwenden möchten, indem Sie diese mit Daumen und Zeigefinger abzwicken!
  7. Pflücken Sie niemals zuviel von einer Pflanze, damit
    Sie sich wieder erholen kann!
  8. Transportieren Sie Ihre Ernte luftig in Körben, Leinentaschen oder Papiertüten!
  9. Verlesen Sie vor der Verarbeitung die Planzen und Pflanzenteile nochmals sorgfältig!
  10. Verwenden Sie niemals Giftpflanzen, auch nicht in
    kleinen Mengen, selbst wenn Sie in manchen Büchern
    Rezepte dazu finden (z.B. Maiglöckchenblüten)!
Minze
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Gruppen von Blütenpflanzen mit vielen giftigen Vertretern
Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie ist als Erinnerungshilfe gedacht, worauf man in der Natur und im Garten achten sollte, insbesondere, wenn man Pflanzen aus der Natur ernten will.
Hahnenfußgewächse
Alle Hahnenfußgewächse enthalten Gift, mit einer Ausnahme: das Scharbockskraut, das seit alters her als Mittel gegen Skorbut und heute noch als Wildgemüse geschätzt wird.
Beispiele: Buschwindröschen, Scharfer Hahnenfuß, Gifthahnenfuß, Christophskraut

Doldenblütler
Neben sehr heilkräftigen und wohlschmecken-den Pflanzen enthält diese Gruppe eine ganze Reihe von Giftpflanzen. Hier ist wie bei den Pilzen große Vorsicht und gute Artenkenntnis Voraussetzung, denn die Verwechselungs-gefahr mit giftigen Arten ist in dieser Gruppe sehr groß.
Beispiele: Giftig sind Hundspetersilie und Taumelkälberkopf, sehr giftig gefleckter Schierling und Wasserschierling. Der Riesen-bärenklau führt bei Berührung, vor allem bei starker Sonneneinstrahlung, zu Verätzungen.

Nachtschattengewächse
Fast alle Nachtschattengewächse enthalten, zumindest in einigen ihrer Teile, Gift. Auch Nutzpflanzen wie Kartoffeln und Tomaten,
die in den grünen Teilen Solanin enthalten, können Kindern durchaus gefährlich werden!
Beispiele: Stechapfel, Tollkirsche, Bilsenkraut, Bittersüßer Nachtschatten
Geißblattgewächse
Verschiedene Geißblattgewächse enthalten Gifte, vor allem in den Samen und Früchten. Bei einigen, wie dem Schwarzen und Roten Holunder, reicht das Kochen, um sehr schmackhafte Produkte zu gewinnen.
Andere sind echte Giftpflanzen. Bei den Holunderarten ist gute Artenkenntnis sehr wichtig, sonst besteht Verwechslungsgefahr!
Beispiele: Attich (Zwergholunder), Geißblatt- und Heckenkirschenarten, Schneebeere
 
Kirscharten
Enthalten in den Samen Blausäure, gelegentlich auch in den Blättern
Beispiele: Mandel, Kirsche, Lorbeerkirsche, Traubenkirsche, Vogelbeere
Aronstabgewächse
Der heimische Aronstab ist in allen Teilen stark giftig, besonders verlockend sind für Kinder die reifen Beeren.
Beispiele: Aronstab, Dieffenbachie, Kolbenfaden
Mohngewächse
Viele Mohngewächse enthalten Alkaloide, und zwar in allen Pflanzenteilen. Dies gilt auch für unsere heimischen Mohnpflanzen. Hier wirkt der geringe Alkaloidgehalt jedoch häufig heilend und nicht vergiftend, z.B. beim Erdrauch. Besonders giftig sind meist die Samenkapseln. Pflanzensäfte sollten von Kindern nicht probiert werden oder an die Schleimhäute gelangen.
Beispiele: Klatschmohn, Gartenmohn, Schöllkraut

Wolfsmilchgewächse
Alle Wolfsmilcharten enthalten giftigen weißen Milchsaft, der zu Hautreizungen und -entzündungen, innerlich aufgenommen zu schweren Vergiftungssymptomen führt.
Beispiele: Gartenwolfsmilch, Zypressenwolfsmilch, Christusdorn, Weihnachtsstern

Schmetterlingsblütler
Viele Schmetterlingsblütler enthalten in ihren Samen Gifte, die aber häufig durch Kochen unschädlich werden. Bohnen sollten deshalb nie roh verzehrt werden.
Beispiele: Feuerbohne, Ginster, Goldregen, Lupine
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Verwendung von Wildkräutern und -gemüsen
Triebspitzen, Blüten, junge zarte Blätter
Kleingeschnitten, roh
Junge Blätter auf gesalzenem Butterbrot, für die Kräuterbutter und den Kräuterquark, vermischt mit Weich- oder Frischkäse und im Rührei. Besonders geeignet sind Pflanzen mit einem aromatischen, herben oder bitteren Geschmack. Zusätzlich kann mit Zwiebel oder Knoblauch gewürzt werden.
Mengen: auf je 100g Quark, Käse oder Butter 2-3 EL Kräuter, bei bitteren Kräutern 1-2 TL.

Als Salat
Es ist empfehlenswert, mehrere Arten zu mischen. Für den Anfang zur Hälfte mit herkömmlichen Gartensalaten mischen. Blüten geben einen hübschen Akzent.
Marinade: Essig/Öl (3 EL Öl, 1-2 EL Essig, 1/2 TL Senf, 1 Prise Zucker, Salz u. Pfeffer),
Sanddorn-Marinade (4 EL Balsamico, Salz, Pfeffer, 2 EL Sandornsirup, 6 EL Rapsöl)
Zitronen-Sahne (¼ l süße Sahne, Salz, Saft von einer Zitrone, 2 EL Zucker)

Als gedünstetes Blattgemüse
Hier eignet sich besonders Giersch, evtl. mit Spinat vermengt. Gemischte andere Sorten eignen sich gedünstet als Füllung für Pfann-kuchen oder mit geriebenem Käse verfeinert zum Überbacken (Steaks, Geflügel, Fisch).
Grundrezept: Gründlich gewaschene Blätter zwischen Küchenpapier trocknen, dann in Streifen schneiden. Mit etwas Fett und gehackten Zwiebeln weichdünsten, mit Salz und wenig Muskat würzen. Mit etwas Sahne oder Crème fraîche verfeinern und mit Stärke binden (in etwas kaltem Wasser angerührt).
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Als Suppe
Vorwiegend als pürierte Suppe, aber auch als Suppeneinlage oder Suppengewürz.
Grundrezept für 1 Liter Suppe:
4 EL Wildkräuter waschen und fein hacken, in wenig Wasser einige Minuten köcheln lassen, mit Brühe auffüllen, mit Stärke und saurer Sahne binden. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Evtl. mit etwas Sahne und Eigelb legieren. Geröstete Brotwürfel und frische, gehackte Kräuter auf die Suppe geben.
Als Sauce
Kräutersaucen eignen sich für gekochte Eier, gekochtes Fleisch, Brat- und Kochfisch sowie für Bratenaufschnitt.
Grundrezept: 2-3 EL fein gehackte Kräuter pro 1/2 Liter Sauce. Zusammen mit Zwiebelwürfeln in Butter andünsten und mit Brühe ablöschen. Sauce mit dem Schneid-stab pürieren, durch ein feines Sieb streichen, aufkochen und mit Mehlbutter (30 g Mehl mit 20 g Butter verkneten, in kleinen Stücken zur Sauce geben) nach und nach verrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Salz, Pfeffer, Paprika und Knoblauch abschmecken.
Blüten als Dessert oder Dekoration
In Backteig ausgebackene Holunderblüten-dolden, kandierte Blüten (z.B. Veilchen) zum Verzieren von Desserts und Gebäck, Holunderblüten, Borretschblüten und Rosenblätter in der Bowle, Zucchiniblüten pikant oder süß gefüllt. Auf Salaten und Gerichten eine bunte Dekoration (z.B. Kapuzinerkresse, Gänseblümchen, Ringel-blumen, Borretschblüten, Lungenkraut, Blüten vom Bärlauch.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Aktualisiert: 13.01.06
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© H.-J. Peters
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