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| Die
Fledermaus |
| Die
Welt mit den Ohren sehen |
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| Fledermäuse
wirken geheimnisvoll. Sie sind Geschöpfe
der Nacht und inspirierten Autoren zu Dracula
und Batman. Aber keine Angst! Fledermäuse
greifen nur in Gruselfilmen Menschen an. In Wirklichkeit
sind sie harmlose Tiere mit großartigen
Fähigkeiten. Dank ihres Ortungssystems können
sie im Dunkeln jagen und Hindernissen ausweichen.
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Meist
wird das Thema "Fledermäuse" im
Juni behandelt.
Dazu gehört dann auch eine abendliche Fledermausführung
unter fachkundiger Leitung.
Wir möchten hier einige faszinierende Details
des Fledermauslebens zum Nachlesen aufzeigen. |
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| Die
Stille der lauen Mondnacht war ein Zeichen für
den Frieden in der Natur - sollte man meinen.
Doch da schaltete der Forscher ein Gerät
ein, mit dem für uns Menschen unhörbare
hohe Töne, so genannte Ultraschall-Laute,
wahrnehmbar gemacht werden können. Schlagartig
erfüllte ein lautes Geknatter die Luft. Scheinwerfer
ließen die Krachmacher sichtbar werden:
Fledermäuse, die hinter Mücken und Nachtfaltern
herjagten. |
| Die
Ultraschall-Laute, die Fledermäuse ausstoßen,
werden von Mauern, Ästen, Drähten, Motten
und Mücken echoartig zurückgeworfen.
An diesen Echos hören Fledermäuse, was
sich vor ihnen befindet und unterscheiden Beute
von Hindernissen. Sie "sehen" also mit
den Ohren! |
| Wie
funktioniert es nun, mit den Ohren zu sehen?
Am Beispiel eines Drahtgeflechts wollen wir
es kurz, aber verständlich, erklären.
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| Wenn
eine Fledermaus hoch über dieses Geflecht
hinweg fliegt, woher weiß sie, dass
dort ein Draht ist? Das sagt ihr das Echo,
das der Draht zurückwirft, wenn ein
Ortungslaut der Fledermaus ihn trifft. Wäre
da gar nichts in der Luft, käme auch
kein Echo zurück. |
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| Man
stelle sich vor, man flöge mit einer
Taschenlampe durch die Nacht. Leuchtet man
mit der Lampe in den Himmel hinaus, verliert
sich das Licht in der Weite und nichts ist
zu sehen. Trifft der Lichtstrahl aber auf
einen Gegenstand, z.B. unseren Draht, so
reflektiert dieser Gegenstand Licht zurück
zu unseren Augen. Und dann können wir
ihn sehen. |
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| Die
Fledermaus "beleuchtet" ihre Umwelt
nun nicht mit Taschenlampenlicht, sondern mit
Schall, der durch das Maul, bei einigen Arten
auch durch die Nase, ausgestoßen wird. Die
konstante Schallgeschwindigkeit nutzt die Fledermaus
zu sehr präzisen Entfernungsmessungen. Ist
der Draht weit weg, muss sie relativ lange warten,
bis sie sein Echo hört (bei einer Entfernung
von 34 m genau 0,2 Sekunden, 0,02 Sekunden bei
einer Entfernung von 3,4 m). Verschiedene Echoparameter
geben der Fledermaus an, ob sich der Draht links,
rechts oder geradeaus befindet. Bestimmte Eigenschaften
der Ohrmuscheln, die den eintreffenden Schall
richtungsabhängig verändern, erlauben
es der Fledermaus zu bestimmen, ob das Echo von
oben oder unten kommt. |
| Je
nach Umgebung, ob hindernisreich (z.B. Wald)
oder nicht, stößt eine Fledermaus
5 bis 20 Echoortungsrufe pro Sekunde aus.
Wenn sie Insekten verfolgt, kann sie sogar
Laute im Abstand von 5 ms erzeugen. Das
entspricht einer Rate von 200 Rufen pro
Sekunde. |
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Wasserfledermaus
auf Beutefang
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| Manche
Fledermausarten setzen ihre großen
Ohren ein und hören auf Geräusche,
die die Beuteinsekten produzieren und mit
denen sie sich verraten: Krabbeln, Flügelschlagen
oder Balzgesänge. Andere wiederum benutzen
einen speziellen Typ von Echoortungssignalen:
relativ lange Laute mit geringem Frequenz-umfang. |
| Grundsätzlich
ist jede Fledermaus in der Lage, eine ganze
Menge verschiedener Ortungslaute zu erzeugen
und zur Ortung und Bestimmung zu benutzen. |
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