| Butt
& Co. |
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Liebe
Kinder, |
| heute
wollen wir euch von der großen Gruppe der
glubschäugigen Plattfische erzählen. Davon
gibt es 540 Arten! Sie leben am Meeresboden und
haben einen platten Körper. |
| Es
gibt riesengroße Plattfische, wie den Weißen
Heilbutt. Er kann bis zu 4 Meter lang und 300 Kilo
schwer werden. Zu den Kleineren gehören mit
höchstens 40 Zentimetern die Seezunge und die
Flunder. Ein Zwergbutt ist schon mit 8 Zentimetern
erwachsen. |
| Das
bekannteste Familienmitglied der Plattfische ist
die Scholle. Und weil sie den Fischern früher
Reichtum bescherte, trug sie einst den edlen Namen
"Goldbutt". Bei uns hier an der
Küste heißt sie ganz schlicht "Butt". |
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| Eifrige
Eierleger |
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| Wenn
sie zu einem Laichplatz wandern, schafft die Scholle
bis zu 30 Kilometer am Tag. Am Ziel geht die Arbeit
erst richtig los: Dort legt die Scholle rund eine
halbe Million Eier. Aus ihnen schlüpfen nach
2-3 Wochen die nur 7 Millimeter kleinen Larven. |
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Wundersame
Wandlung |
| Nach
ihrer Geburt sehen die Mini-Schollen wie alle anderen
kleinen Fische aus. Sie sind schon putzmunter und
schwimmen aufrecht im Wasser. Aber nach drei Wochen
verwandeln sie sich in einen platten Fisch. Das
linke Auge wandert auf die rechte Körperseite.
Von da an schwimmen die Schollen auf ihrer linken
Seite weiter. Warum sich einige genau umgekehrt
entwickeln, wissen die Biologen bis heute nicht. |
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| Trickreiche
Tarnung |
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Die
Scholle ist ein Meister der Tarnung. Sie kann die
Farbe ihrer Oberseite dem sandigen Untergrund, zum
Beispiel im dunklen Wattenmeer, anpassen und sich
flach darin eingraben. So ist sie schwer für
ihre Feinde zu erkennen. Wenn aber Beutetiere, wie
leckere Garnelen, vorbeischwimmen, saugt die Scholle
sie mit ihrem Maul blitzschnell ein. Und mit ihren
kleinen Zähnen kann sie sogar Muscheln knacken.
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"Olle"
Scholle |
| Schollen
können uralt werden. Früher wurden manche
Exemplare 50 Jahre alt, waren einen Meter lang und
sieben Kilo schwer. Weil aber heute viel mehr gefischt
wird, ist eine 40 Zentimeter große Scholle
schon ein echter Glücksfang. Deshalb gibt es
neuerdings auch Schollen-Schonzeiten. |
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| Magermonat
Mai |
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Platt
macht fit! |
| Im
Sommer schmecken Schollen richtig gut. Gelaicht
haben sie im Frühjahr und sich dazu viel zartes
und edles Fleisch angefressen. Die Maischolle
ist zwar berühmt geworden, aber wahre Schollen-Leckermäuler
warten bis Juni. Dann ist ihr Geschmack perfekt. |
Schollen
sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Sie
haben nämlich viel Jod in ihrem Fleisch, und
das ist für uns Menschen lebenswichtig. Dazu
enthält unsere tolle Scholle noch viele wertvolle
Eiweiße, Vitamine und Omega-3-Fettsäuren,
die richtig fit machen. Mein lieber Scholli! |
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Literatur:
Fisch + Tipps, Heft 2/2002, Kundenzeitschrift des
Fisch-Einzelhandels
" Das große Buch vom Fisch", Teubner
Edition, Gräfe und Unzer Verlag
" Fisch & Meeresfrüchte", Sirius
Verlag
essen & trinken: "Das große Fischkochbuch",
Naumann & Göbel Verlag
Kochen - köstlich wie noch nie: "Fisch,
Gräfe und Unzer Verlag |
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