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  Märchen  
   
   
  Titel  
  frei erzählt von Nele Schlünzen, Schuljahr 2002/2003, Klasse 3  
  Es war einmal eine arme Holzfällerfamilie. Sie hatte zwei Kinder, die hießen Hänsel und Gretel. Die Kinder hatten keine leibliche Mutter mehr, aber eine Stiefmutter, die sehr böse war. Eines Abends sagte die Stiefmutter zum Vater: "Wir haben so wenig zum Essen, wir müssen bald vor Hunger sterben. Morgen früh setzen wir die Kinder im Wald aus." Der Vater war dagegen, aber die Stiefmutter ließ ihm keine Ruhe, bis er endlich zustimmte.
 
   
   
   
  Hänsel und Gretel hatten das Gespräch gehört. Gretel weinte bitterlich. Hänsel tröstete sie und sagte: "Ich habe einen Plan." Er schlich sich aus dem Haus und sammelte Kieselsteine. Am nächsten Morgen gab die Stiefmutter beiden Kindern ein Stück Brot und sie gingen zusammen in den Wald. Nach ein paar Schritten ließ Hänsel immer einen Kieselstein fallen. Nach einiger Zeit sagte die Stiefmutter zu den Kindern: "Ruht euch hier ein bisschen aus. Wir gehen solange Holz fällen." Sie ließen die Kinder alleine im Wald zurück und gingen nach Hause.

 
   
   
   
 

Gretel weinte bitterlich. Hänsel tröstete sie und sagte: "Warte nur, bis der Mond aufgeht, dann glänzen die Kieselsteinchen im Mondlicht." Als der Mond aufging, folgten sie dem Kieselsteinweg nach Hause. Als sie an der Tür standen, wunderten die Eltern sich. Die Kinder legten sich in die Betten und schliefen sofort ein. Die Stiefmutter schloss diese Mal die Tür ab, dass sie ja keine Kieselsteine mehr von draußen holen konnten.

Hänsel und Gretel treffen die Hexe!
 
   
   
   
   
  Am nächsten Morgen gab die böse Stiefmutter den Kindern wieder ein Stück Brot mit. Dann zogen sie wieder in den Wald. Nach ein paar Schritten ließ Hänsel immer einen Krümel Brot fallen. Heute gingen sie so tief in den Wald, bis sie an einem Ort waren, den sie noch nicht kannten.  
   
  Dann sagte die Stiefmutter zu Hänsel und Gretel: "Bleibt hier einen Augenblick stehen und ruht euch aus. Wir gehen solange Holz fällen." Sie ließen die Kinder wieder allein im Wald zurück und gingen nach Hause. Gretel weinte bitterlich. Hänsel beruhigte sie: "Warte nur, bis der Mond aufgeht, dann sehen wir die Brotkrümel im Mondlicht leuchten." Die Kinder schliefen unter einem Baum ein. Sie wachten wieder auf, als der Mond hell genug schien. Sie suchten die Brotkrümel, aber fanden sie nicht. Die Tauben hatten sie gefressen.

 
   
   
   
  Gretel stößt die Hexe in den Ofen! Am nächsten Morgen gingen Hänsel und Gretel weiter in den Wald und fanden ein zuckersüßes Lebkuchenhaus. Hänsel sagte: "Ich probiere erst etwas von der übergroßen Schokoladentür." Er knabberte ein Stück, da ertönte eine Stimme: "Knusper, knusper, knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen?" Dann kam eine alte Hexe um das Haus und sperrte Hänsel in einen Käfig ein. Gretel musste den ganzen Tag im Haus schuften, die Wassereimer schleppen, den Fußboden schrubben und das Essen für Hänsel zubereiten. Die Hexe guckte jeden Tag, ob Hänsel schon dick genug war, um ihn zu fressen. Eines Tages sollte Gretel gucken, ob der Ofen schon heiß genug war, um Brot zu backen. Gretel ahnte, dass die Hexe zuerst sie essen wollte. Gretel aber hatte eine Idee und sagte: "Die Tür vom Ofen geht nicht auf." Da schrie die Hexe zurück: "Du dummes Kind, dann öffne ich sie eben selbst!" Nun bückte sich die Hexe nach vorn. Jetzt nahm Gretel ihre ganze Kraft zusammen und schubste die Hexe in den Ofen. Dann sperrte sie die Ofentür zu und befreite Hänsel. Sie sprach: "Die Hexe ist tot!" Sie holten sich die Schätze der Hexe und liefen den weiten Weg nach Hause zurück.  
   
   
   
   
   
  Der Vater suchte inzwischen die Kinder. Sie trafen sich unterwegs. Sie umarmten sich glücklich. Der Vater berichtete ihnen, dass die Stiefmutter gestorben war. Als sie zu Hause waren, schütteten sie die Schätze auf den Tisch. Ab jetzt mussten sie nicht mehr hungern. Von nun an lebten sie glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.  
   
   
 
Glückliche Familie!
 
   
   
   
   
     
   
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