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  Aus der Chronik  
   
  Schrift: Sütterlin  
   
  Unsere Auswahl interessanter Eintragungen geht hier mit
dem Jahr 1947 weiter.
 
         
  1947
197 Kinder; endlich eine zusätzliche Lehrkraft: Frl. Fuchs.
Die Schule hat 2 Lehrer und 4 Klassen, die nacheinander
unterrichtet werden müssen.
 
      In ganz Europa herrscht Hunger. 120 Kinder bekommen täglich für 10-15 Pfennig Schulspeisung, gekocht aus Lebensmitteln aus den USA und Dänemark. Jeden Monat muss der Lehrer das Gewicht der Kinder kontrollieren.  
     

1. Kindervogelschießen nach dem Krieg; Gewehr und Armbrust sind verboten, darum für alle Vogelpicken.

 
    1948 Für 204 Schüler hat die Schule jetzt 42 zweisitzige Mittelholmbänke.  
    1949

Schulreform: Alle Kinder besuchen 6 Jahre lang die Volksschule. Ab 5. Klasse: 4 Stunden Englisch.

 
    1950 Anfang des Jahres fand eine gründliche Untersuchung sämtlicher Schulkinder durch den Schularzt Dr. Schotten statt. Es zeigten sich besonders viel Zahnschäden.  
      Der Sommer sah alle Kinder über 10 Jahre an jedem Nachmittag auf den Kartoffelfeldern. Fleißig suchte man den Kartoffelkäfer.  
      Ein großes Erlebnis für die älteren Schüler: Busfahrt nach Hamburg.
Die Schule erhält einen Sportplatz (heutiger Schulwald).
Ein 3. Klassenraum wird eingerichtet, ein 3. Lehrer kommt an die Schule (zunächst Herr Bahr, später Herr Böhmer).

 
    1953 129 Kinder  
    1956

95 Kinder; 2 Klassen. Schulleiter ist Herr Pokahr.

 
    1957 Kindervogelschießen: Das Schießen mit Bolzen nach dem Vogel wird abgeschafft (es wird jetzt mit dem Luftgewehr auf Scheiben geschossen).  
   
1965
gif: Dirigent 85 Kinder.
Schulleiter wird Herr Kreuz (bis 1979). Er engagiert sich sehr für den Musikunterricht.
Schulleiter Kreuz
Erwin Kreuz mit einer Schülerin
 
    1966 Frau Ilsemarie Flüh als 2. Lehrkraft (bis 1976), später kommt Frau Landt hinzu. Vor der Schule werden 100 Rosen gepflanzt.  
    1971 Die Schüler der 5. - 9. Klasse gehen ab jetzt nach Oldenburg zur Schule. Die Plügger Schule wird aufgelöst; die Grundschüler mit Lehrerin Frau Both kommen mit an die Göhler Schule.  
    1972 Die erste Vorklasse wird eingerichtet.
Frl. Treptau (jetzt verheiratete Frau Stein) unterrichtet die Vorklasse.
 
    1973 Aus der Volksschule Göhl wird die Grundschule Göhl.
Die Heringsdorfer Schule wird trotz Elternprotestes aufgelöst.
Deshalb Schulstreik bis zum 24. August 1973.
In Göhl wurde eine Mobilklasse aufgestellt, um alle Kinder aufzunehmen.
4 Jahrgangsklassen: 1. Schuljahr 36 Kinder!
 
    1975 146 Schüler; die Turnhalle und der neue Sportplatz werden eingeweiht; der alte Sportplatz wird bepflanzt.  
    1976 Begründung des Schulwaldes.
Großer Wechsel in der Lehrerschaft:
Frau Barbier löst Frau Reusch ab, für Frau Flüh kommt Frau Schnack,
später Frau Karamanlaki, dann Frau Jendrzynski.
 
    Winter 1976 Hohe Schneeverwehungen, gerissene Stromleitungen, eisige Kälte, Versorgungsprobleme. Die Ferien werden verlängert.  
   
Schneekatastrophe 79/80
Zum Jahreswechsel 1978/1979 wird besonders der Kreis Ostholstein von einer Schneekatastrophe heimgesucht. Bis zu 10 Meter hohe Schneeverwehungen schneiden fast alle Ortschaften für Tage von der Außenwelt ab. Die Versorgung der Bevölkerung erfolgt durch Hubschrauber. Soldaten helfen bei der Schneeräumung.
Kurzbericht und Fotos
Die Schule im Schneewinter 79/80
 
     
    1979 Im Sommer wird Herr Kreuz pensioniert. Am 1. August übernimmt Herr Marquardt als Schulleiter die Schule mit 104 Schülern. Er widmet sich u.a. der Gestaltung des Schulwaldes.  
    1980 96 Schüler; Frau Gudd kommt für Frau Jendrzynski als Lehrerin an die Schule.  
    1984 und 1989 Die Grundschule gewinnt jeweils den 2. Preis im Landesschulwaldwettbewerb.  
    1984 66 Kinder; Schüler aller Klassen tragen zur Ausstellung „Wald und Erziehung“ bei.
Schulklasse 1985
Schulklasse 1985
 
    1986 65 Schüler; in einigen Fächern werden Klassen zusammengelegt (Sport, Kunst, Religion, z.T. in Musik und Sachkunde).  
    1987 Frau Koop ist neue Lehrkraft an der Schule.  
    1988 Einrichtung der Lernwerkstatt „Schulwald“
 
    1989 60 Schüler; 5 Lehrkräfte unterrichten in 5 Klassen.
Gründung des „Förderverein Grundschule Göhl“.
 
    1990 Sven-Simon-Preis für besondere Biotopmaßnahmen.
Ab Schuljahr 1990/91 wird die 5-Tage-Woche eingeführt.

 
    1993 Anlage eines Feuchtbiotops auf dem Schulgelände. Auflösung der Vorklasse; Frau Stein (ehemalige Frl. Treptau) verläßt die Schule.
 
    1994 Anlage einer Obstwiese  
    1995 Anbau und Renovierung der Schule; Einrichtung eines Werkraumes und einer Küchenzeile.
 
    1997 Frau Koop verlässt die Schule. Frau Horn wird ihre Nachfolgerin.
 
    1999 Einführung der „Betreuten Grundschule“ (2001 wieder aufgelöst); Frau Heyne kommt für Frau Horn als neue Lehrerin an die Schule.
 
    2001 81 Schüler in 4 Klassen; das Computerzeitalter nimmt auch in Göhl Einzug in die Klassenräume mit 3 PC‘s; ein Internetanschluss wird eingerichtet;
1 Fernseher und ein Videogerät gehören zur Ausstattung.
 
      Ein kleines Jubiläum:
Die Grundschule Göhl feiert ihr 80. Kindervogelschießen!
Königin und König wurden Ann-Katrin Schumacher und Jonas Jensen aus der Klasse 4.

 
       
     
Schneekatastrophe 1978/1979
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Aktualisiert: 17.12.07
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