Praktikantin März 2010

Hallo,
wir schreiben den 01. März 2010 und mein Tag beginnt seit langem wieder um 06:30 Uhr. Ich bin schon ganz aufgeregt. Was wird mich erwarten? Ist es wirklich die richtige Entscheidung Lehrerin zu werden? Doch die Zweifel verschwanden schnell, als ich in die Augen der lernwilligen Schülerinnen und Schülern der Grundschule Göhl blickte. Es ist die absolut richtige Entscheidung! Mein pädagogisches Praktikum war für mich eine riesige Bereicherung und eine Erfahrung für mein Leben.
Aber nun möchte ich mich erst einmal vorstellen. Mein Name ist Imke Scheef und ich bin 20 Jahre alt. Ich studiere in Kiel Lehramt für Gymnasium. Meine Fächerkombination besteht aus den Naturwissenschaften Biologie und Chemie und zum Anlass meines 3. Semesters musste ich ein pädagogisches Praktikum in einer Schule meiner Wahl absolvieren. Und welche bietet sich besser an als die eigene ehemalige Grundschule? Zum einem ist es die schöne dörfliche Umgebung, die in dieser Schule zu einer angenehmen Atmosphäre beiträgt, zum anderen ist es die Größe, die einen persönlichen Umgang zwischen Schülern und Lehrern ermöglicht.
Während der 3 Wochen, in denen ich den Lehrerinnen dieser Schule über die Schulter schauen durfte, habe ich gelernt wie schön, aber auch wie anstrengend der Schulalltag ist. Zu sehen, mit wie viel Eifer die Lehrerinnen mit den Schülern arbeiten, welche Hürden die Kinder meistern und mit welchem Mut sie sich an Unbekanntes heranwagen.
Imke Scheef
Die Schülerinnen und Schüler haben mich sofort ins Herz geschlossen und auch als Lehrperson akzeptiert. Meine selbstgestalteten Stunden in HSU und Deutsch haben den Schülerinnen und Schülern und auch mir viel Spaß bereitet. Sie haben eifrig und interessiert mitgearbeitet.
Die Zeit in der „Biberbande“ hat die Beziehung zu den Kindern noch weiter vorangebracht. Durch Hausaufgabenhilfe, Bastelaktionen und Sportaktivitäten ist das Vertrauen größer geworden und es verbesserten sich auch die sozialen Kontakte. Der Zusammenhalt innerhalb der Schüler ist wirklich enorm. Nur schade, dass es zu meiner Zeit diese Form der Ganztagsbetreuung noch nicht gab .
Mein Fazit dieser spannenden Zeit in der Grundschule Göhl ist, dass der Spaß an der Arbeit, besonders in diesem Beruf, ein Muss ist. Wenn man sich an die eigene Schulzeit erinnert: Was hat man sich mehr gewünscht, als einen Lehrer/eine Lehrerin voller Motivation, der/die jeden akzeptiert und würdigt, so wie er ist? In der Zeit habe ich für mich selbst eine Entscheidung fällen können: Lehrerin sein ist genau das, was ich werden möchte. Auch wenn viele Hürden gemeistert, Bildungsreformen geduldet und viel Geduld aufgebracht werden muss, ist es mein größter Wunsch, den Schülern auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden begleiten zu können.
Ganz liebe Grüße

eure
Imke Scheef

   
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