Praktikantin vom 20.02.08 - 05.03.2008

Hallo!
Mein Name ist Anna-Lena Haye, ich bin 21 Jahre alt und studiere Französisch und Latein auf Lehramt (Gymnasium) an der Universität in Kiel. Eine Voraussetzung, die es in meinem Studium zu erfüllen gilt, ist ein pädagogisches Praktikum an einer Grundschule. Demnach absolvierte ich vom 20.02. bis zum 05.03.2008 mein Praktikum an der Grundschule Göhl. Für Göhl entschied ich mich, da ich mir aufgrund der kleinen Größe der Schule eine besonders persönliche Atmosphäre sowohl zwischen den Schülern und Lehrern als auch zwischen Schülern und Lehrern untereinander versprach.
Nach meinen dort gemachten Erfahrungen kam ich zum Schluss, dass meine Erwartungen nicht enttäuscht wurden. Besonders beeindruckt hat mich der Zusammenhalt der Schüler untereinander, und zwar klassenübergreifend. Aus meiner eigenen Schulerfahrung kannte ich dies bisher kaum. Aber die Größe der Schule ermöglicht es, dass sich die Schüler verschiedener Klassenstufen vertraut sind und sich im Unterricht, bei Projekten sowie bei der Anfertigung der Hausaufgaben gegenseitig unterstützen.
Anna-Lena Heye
Zudem gefiel mir an dem Praktikum sehr, dass ich recht vielschichtige Erfahrungen sammeln konnte.
So nahm ich einerseits am Unterricht teil, hospitierte und durfte sogar selbst unterrichten, lernte andererseits aber auch die Schüler während der Zeit in der „Biberbande“, also der Ganztagsbetreuung, außerhalb des Unterrichts kennen. Dort kümmert sich „Biber Borchi“ (Frau Borchers), die ihren Beruf mit Herz und Seele lebt, liebevoll um die kleinen Biber, isst und spielt mit ihnen und erledigt Hausaufgaben.
Außerdem sammelte ich während eines einmaligen Zirkusprojektes weitere nützliche Erfahrungen für den Schulalltag. Vier Tage lang besuchte der Zirkus Morelli die Schule und brachte den Schülern, die auch am Auf- und Abbau des Zirkuszeltes mitwirkten, ganz unterschiedliche Kunststücke und auch Clownsnummern bei, die die Schüler dann in zwei offiziellen Zirkusvorführungen dem Publikum wie richtige Artisten präsentierten. Ich staunte über die ganz unterschiedlichen Talente und Fähigkeiten der Schüler, sah Tränen und Freude, Aufregung und Überwindung.
Aus dem Unterricht selbst nehme ich für mich ganz besonders viel mit, denn ich lernte dort ganz unterschiedliche Unterrichtsformen und –stile, Mittel zur Motivation der Schüler und unterschiedliche Schülerreaktionen kennen. Es gab vieles, das ich bisher noch nicht kannte, wie zum Beispiel die „Hummelstunden“, in denen die Schüler der ganzen Schule jeden Freitag fächer- und zum Teil klassenübergreifend in freier Arbeit Aufgaben erledigen, kleine Erstklässler, die in Mathe Zahlen turnen, sogenannte Stationsarbeit oder unterschiedliche Mittel, den Lernstoff möglichst zu verbildlichen.
Am spannendsten waren für mich natürlich die beiden Stunden, die ich selbst unterrichten durfte: Mathe in der 1. Klasse und Englisch in der 4. Klasse. Ich freute mich, dass ich Fächer und Klassenstufen dafür selbst wählen durfte. Sowohl das Vorbereiten als auch das Unterrichten machten mir viel Spaß und stellten mich vor eine bis dahin mir unbekannte Herausforderung.
Im Rückblick waren die zwei Wochen an der Grundschule Göhl eine sehr schöne, abwechslungsreiche, manchmal aber auch anstrengende Zeit. Ich nehme nun viele wertvolle Eindrücke wie auch Erfahrungen mit.
Ganz herzlich möchte ich mich bei Frau Böhme, Frau Peters, Frau Wilder, Frau Knopff, Frau Borchers und Frau Gudd (die ich ganz besonders oft in den Unterricht begleitete und die mich mit ihrer unkomplizierten Art ganz lieb unterstützte) bedanken. Vielen Dank auch den Schülern, die mich von Anfang an akzeptierten und die ich mittlerweile wirklich ins Herz geschlossen habe. Einigen von ihnen werde ich vielleicht ja noch einmal in ihrer weiteren Schullaufbahn begegnen.
Ich wünsche allen noch eine tolle, lehrreiche und spannende Zeit zusammen und hoffe, dass der Zusammenhalt auch weiterhin so stark bleibt!

Mit lieben Grüßen
Anna-Lena Heye
Fenster schließen